Lassithi auf Kreta
Lassithi ist der östlichste der vier Bezirke Kretas.
Seinen Namen verdankt er der Lassithi Hochebene in den Dikte Bergen.
Das Gebiet ist, dank der Schwemmung bei Schneeschmelze, sehr
fruchtbar. Die Venezianer durchzogen Lassithi einst mit zahlreichen
Gräben, um ihre Weizenernte zu sichern. Heute werden hier hauptsächlich
Kartoffeln und Äpfel angebaut.

Markenzeichen der Hochebene sind die, früher zur Bodenbewässerung
eingesetzten Windräder mit ihren Leinensegeln. Von den vormals 10 000
sind noch etwa 1 000 übrig geblieben, da mehr und mehr elektrische
Pumpen eingesetzt werden.
Das Plateau liegt auf einer Höhe von 850 Metern.
Vom Seli-Ambelous Pass in 1050 Metern Höhe hat man einen phantastischen
Blick auf Lassithi.
Am Wege befinden sich restaurierte und zu Souvenirshops umgebaute
Windmühlen.
In der Nähe des Örtchens Psychro befindet sich die Dikti Grotte, kein
Geringerer als Göttervater Zeus soll hier das Licht der Welt erblickt
haben.
Der Fußmarsch dauert 15 Minuten, wer mag, kann auch auf dem Rücken eines
Esels zu der 60 Meter tiefen Höhle gelangen.
Die byzantinische Kirche gab dem ältesten Touristenort Kretas, Agios
Nikolaos ihren Namen.
Um den See in der Ortsmitte gruppieren sich zahlreiche Tavernen und
Bars.
Im Archäologischen Museum werden Funde aus der Jungsteinzeit und der
römischen Besiedlung gezeigt.
Reger Badebetrieb herrscht an den Stränden Kitoplatia und Almiros.
Das Bild der südlichsten Stadt Europas, Ierapetra, wird bestimmt vom
venezianischen Kastell am Hafen.
Von Ierapetra fahren Boote zur unbewohnten Insel Chrysi mit ihren
schönen Stränden.
Der Ort Sithia wird vom Olivenanbau geprägt, Wahrzeichen ist das, von
Kreuzfahrern errichtete Kastell Kasarma.
Im Folklore Museum werden traditionelle Haushaltgegenstände und
Arbeitswerkzeige gezeigt.
Das malerische Elounda ist ein nobler Ferienort und über einen Damm mit
der Insel Spinalonga, bis 1957 letzte Lepra-Station Europas, verbunden.
1901 wurden die Ruinen der antiken Hafenstadt Gournia entdeckt, die
Konturen von Herrenhaus, Ringstraße und Zentralplatz sind deutlich zu
erkennen.
Eines der beachtlichsten Gotteshäuser Kretas ist das Kloster Moni Toplou.
Die einstige Ikonenschule brachte namhafte Künstler hervor. Im
Ikonenmuseum sind viele ihrer Werke der Nachwelt erhalten geblieben.
Zum Besitz des Klosters gehört der Palmenstrand Vai, mit dem größten
Kretaer Dattelpalmenhain.
In der Nähe des Strandes befindet sich das idyllische Dorf Palèkastro,
bislang verschont vom Massentourismus, finden Individualtouristen hier
unberührte Natur und nahezu leere Strände.
Vom Tafelberg Kastris hat man eine einmalige Aussicht auf das Dorf, den
Strand und die reizvolle Provinz Lassithi.